Die Streifgebiete der einzelnen Wildkatzen weisen entsprechend der Ausstattung und des Nahrungsangebotes unterschiedliche Größen auf. Für die weiblichen Katzen wurden Größen von 200 bis 1.500 ha beobachtet, während die Kuder oft größere Reviere besetzen (bis 4.000 ha). Dabei können sich die Reviere der weiblichen und männlichen Katzen vollständig überlagern, zwischen gleichgeschlechtlichen Tieren gibt es seltener Überschneidungen. Je nach Jahreszeit kann der Standort der Wildkatze innerhalb des Gebietes wechseln.
Wo Gebüsche und Hecken ihnen Deckung geben, wagen sich Wildkatzen sogar aus dem Wald heraus. Untersuchungen vom Büro ÖKO-LOG Freilandforschung zu möglichen Wanderkorridoren zwischen Pfälzerwald und Bienwald haben ergeben, dass Wildkatzen für einen solchen Korridor Gehölze mit einer Mindestgröße von 0,5 ha und Staudenfluren als Trittsteinbiotope brauchen. Völlig vegetations- und strukturverarmte Landschaftsstreifen von wenigen hundert Metern Breite hindern die Katzen daran, in andere Gebiete zu wechseln. Auch von der Bebauung halten die Wildkatzen meist einen Abstand von mehreren hundert Metern.
Wichtig für die Zukunft der Wildkatze wird es sein, diese Wald-Lebensräume zu schützen und miteinander zu verbinden, dabei werden auch viele andere Tier- und Pflanzenarten von den Maßnahmen profitieren. Weitere Informationen hier...
Fotos von oben nach unten:
1) von Thomas Stephan
2) von Anne Laux
3) von Michael Schmolz
4) von Anne Laux