Die positive Besetzung der Katze als Symbol für Fruchtbarkeit und Unabhängigkeit endete im Mittelalter. Die christliche Religion empfand jeden heidnischen Glauben und dessen Rituale als Bedrohung und ging gegen Andersgläubige massiv vor. Katzen zählten zu den Tieren, die besonders mit heidnischem Glauben in Verbindung gebracht wurden. Dabei wurde der Katze unter anderem ihre Verbindung mit der nordischen Mythologie zum Verhängnis. Mit einem Sündenkatalog wurde die Verfolgung von Katzen und Menschen mit Zuneigung zu Katzen gerechtfertigt. Katzen wurden als Gefährtin von Dämonen und dem Teufel selbst erbittert verfolgt und getötet. Dieses finstere Kapitel der Geschichte kostete nicht nur vielen Menschen, sondern auch unzähligen Katzen das Leben.
In den Mythen und Legenden, die sich auf der ganzen Welt um die Katze ranken, spiegelt sich die unterschiedliche Wahrnehmung der Katze durch die Menschen wieder. Vermutlich auch auf Grund dieser widersprüchlichen Gefühle spielt die Katze seit jeher eine wichtige Rolle in der Kunst. Wobei zahlreiche Schriftsteller, Maler und Musiker in der Katze eine faszinierende Inspirationsquelle fanden und heute noch finden.