Wildkatze in
Rheinland-Pfalz


Klicken Sie auf einen Bildbereich, um zu erfahren, was die Wildkatze zur entsprechenden Jahreszeit macht.

Februar


Foto von Thomas Stephan

Ranzzeit – Wenn Katzen schreien

 

Mit Beginn der Ranzzeit werden die Kuder (männliche Wildkatze) nachts besonders aktiv und lassen ihre Paarungsrufe hören. Sie begeben sich auf die Suche nach paarungsbereiten Weibchen und die alteingesessenen Tiere versuchen die auf Reviersuche befindliche Jungkuder, die im letzten Jahr geboren wurden, aus ihrem Territorium fern zu halten. Manche Kuder legen dabei bis zu 13 km in der Nacht zurück.

 

 

April


Foto von Thomas Stephan

Katzenkinder


Die Hauptwurfzeit liegt im April. Das Weibchen sucht sich einen warmen, trockenen Wurfplatz, oft eine Baumhöhle in einem abgestorbenen alten Baum. Dort bringt sie durchsnittlich ein bis vier Junge zur Welt. Diese sind bei der Geburt blind und völlig hilflos. Fühlt sich die Mutter am Lager gestört, kann es passieren, dass sie die Jungen an einen anderen Platz verschleppt. Die jungen Katzen können über längere Strecken transportiert werden, weil sie in eine Tragstarre verfallen, wenn sie am Nacken gepackt werden. Nach etwa sechs Wochen fangen die Jungen an, Fleischnahrung zu sich nehmen. Kurze Zeit später unternehmen sie erste Ausflüge mit der Mutter in die nähere Umgebung.

 

 

Juli


Foto von Thomas Stephan

Kleine Katzen werden groß

 

Mit drei Monaten unternehmen die Katzenkinder selbständige Ausflüge und folgen der Mutter nachts immer weiter auf ihren Streifzügen durch das Revier. Nach etwa vier Monaten hört die Mutter auf, die Jungen zu säugen. Auch nach der Entwöhnung bleiben die Jungen noch einige Zeit bei der Mutter, bis sie das Erjagen der Beute genügend beherrschen, so dass sie sich selbständig ernähren können.

 

 

 

September


Foto von Thomas Stephan

In die große, weite Welt

 

Wenn die Jungen ein Alter von fünf Monaten erreicht haben, löst sich die Familie langsam auf und die jungen Katzen gehen auf die Suche nach einem eigenen Revier. Manchmal bleiben zwei Geschwister noch länger beisammen. Die Gefahr auf ihrem Weg zu verunglücken oder zu verhungern, ist für die unerfahrenen Jungkatzen besonders groß. Wünschen wir ihnen, dass sie schnell einen geeigneten Lebensraum finden!

 

 

 

Dezember


Foto von Thomas Stephan

Wenn der Schnee kommt

 

Im Winter werden vermehrt Erdhöhlen, oft Dachsbaue,  als Quartier genutzt. Dabei können im selben Bau – wenn auch in unterschiedlichen Röhren – Dachs, Fuchs und Wildkatze zeitweise nebeneinander wohnen. Das Wetter beeinflusst das Verhalten der Wildkatze nur in Extremfällen. Bei Hagel oder sehr niedrigen Temperaturen (< -10°C) stellen die Katzen - wie auch ihre Beutetiere - vorübergehend ihre Aktivitäten im Freien ein. Da Wildkatzen keinen Winterschlaf halten, sind sie jedoch ständig auf Nahrung angewiesen. Anhaltend hohe Schneelagen können daher für die Wildkatze zum echten Problem werden. Sie sinken wegen ihres relativ hohen „Pfotendruckes“ nicht nur tief in den Schnee ein, sondern haben auch Schwierigkeiten ihre Hauptbeute, die Maus, unter der Schneedecke auszumachen. Die Folge ist, dass der Jagderfolg drastisch sinkt. Deshalb kommen Wildkatzen in schneereichen Gebieten nicht vor.

 

Quelle: http://www.wildkatze-rlp.de/wildkatze/die_wildkatze_im_jahreslauf/