Wenn der Schnee kommt
Im Winter werden vermehrt Erdhöhlen, oft Dachsbaue, als Quartier genutzt. Dabei können im selben Bau – wenn auch in unterschiedlichen Röhren – Dachs, Fuchs und Wildkatze zeitweise nebeneinander wohnen. Das Wetter beeinflusst das Verhalten der Wildkatze nur in Extremfällen. Bei Hagel oder sehr niedrigen Temperaturen (< -10°C) stellen die Katzen - wie auch ihre Beutetiere - vorübergehend ihre Aktivitäten im Freien ein. Da Wildkatzen keinen Winterschlaf halten, sind sie jedoch ständig auf Nahrung angewiesen. Anhaltend hohe Schneelagen können daher für die Wildkatze zum echten Problem werden. Sie sinken wegen ihres relativ hohen „Pfotendruckes“ nicht nur tief in den Schnee ein, sondern haben auch Schwierigkeiten ihre Hauptbeute, die Maus, unter der Schneedecke auszumachen. Die Folge ist, dass der Jagderfolg drastisch sinkt. Deshalb kommen Wildkatzen in schneereichen Gebieten nicht vor.