Wildkatze in
Rheinland-Pfalz
Die Hauptverbreitungsgebiete der Wildkatze sind voneinander getrennt und in sich zerstückelt. Die Wildkatzenbestände sind damit in Gefahr, denn durch die Isolation ist der für das Überleben notwendige genetische Austausch zwischen den Populationen nicht mehr gegeben.
Forscher haben untersucht, welche Wälder noch für die Wildkatze geeignet sind. Um dort hinzugelangen, müssten die Tiere Straßen, Siedlungen und ödes Agrarland überwinden. Das ist nur möglich, wenn wir ihnen Deckung verschaffen. Der BUND plant, grüne Korridore aus Büschen und Bäumen mit einer Gesamtlänge von 20.000 km anzulegen.
2007 hat der BUND den Wildkatzenwegeplan erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Der erste Korridor zwischen Hainich und Thüringer Wald wurde schon fast vollständig bepflanzt.
In Rheinland-Pfalz knüpfen wir mit dem Wanderkorridor zwischen Bienwald und Pfälzerwald am bundesweiten Netz mit.
Der Wildkatzenwegeplan als pdf zum runterladen

Grüner Wall im Westen
Wildkatzen haben ein Rückzugsgebiet in Bunkerruinen des ehemaligen „Westwalls“ gefunden, einer zwischen 1936 und 1940 an der ehemaligen westdeutschen Reichsgrenze errichteten Befestigungslinie. Die unzerstörten und teilzerstörten Bunkeranlagen stellen in der dicht besiedelten und intensiv genutzten Kulturlandschaft mittlerweile ein herausragendes Gerüst aus Biotopverbundelementen dar. Der BUND Rheinland-Pfalz will mit dem Projekt „Grüner Wall im Westen" diese Bunkeranlagen als Sekundärlebensraum u. a. für die Wildkatze erhalten und sichern. Weitere Informationen