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Gefährdung und Schutz

Die Wildkatze zählt in weiten Teilen ihres ursprünglichen europäischen Verbreitungsgebietes insbesondere in Mittel- und Westeuropa zu den bedrohten, heimischen Tierarten. Nach der Einstellung der jagdlichen Verfolgung im 20. Jahrhundert kam die Art in Deutschland nur noch in wenigen schwer zugänglichen Rückzugsgebieten vor. Trotz Unterschutzstellung und ganzjähriger Schonzeit konnten sich die Wildkatzenbestände nur sehr langsam erholen. Nach einem anfänglich positiven Bestandstrend bis in die 1950er Jahre, stagnierten die Bestände wieder. Infolge der immer intensiveren Nutzung der Landschaft durch Verkehr, Besiedlung und Landwirtschaft wurden die verbliebenen Lebensräume der Wildkatze voneinander getrennt und weiter zerschnitten. Heute zählt der Straßentod zu den häufigsten Todesursachen der Wildkatze. Voranschreitende Arealverluste, Störungen und die Isolation von kleinen Teilpopulationen tragen das Ihre zur Gefährdung der Wildkatze bei.

Rheinland-Pfalz ist sich seiner Verantwortung für die Wildkatze bewusst und hat im Rahmen eines Artenschutzprojektes vom Büro ÖKO-LOG Freilandforschung 106 Maßnahmen zum Schutz der heimischen Wildkatze erarbeiten lassen. Diese wurden auf ihre Wirkung und gesellschaftliche Durchsetzbarkeit hin überprüft. Hier geht es weiter zum Bericht „Wildkatzen-Förderräume“.

Für den Schutz der Wildkatze sind zum einen Maßnahmen zur Vermeidung von Lebensraumzerschneidungen und die Entwicklung eines Wildtierkorridorsystems notwendig. Zum anderen muss auch der eigentliche Waldlebensraum der Wildkatze geschützt und entwickelt werden. Dabei wird die Wildkatze als Leitart einer ganzen Lebensgemeinschaft gesehen.

Weitere Informationen finden Sie hier...

 



Foto von Thomas Stephan









In Rheinland-Pfalz wird das Projekt von der Stiftung Natur und Umwelt mit Geldern aus der LOTTO -Glücksspirale RLP co-finanziert.



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