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Einweihung der Auffangstation am Wildkatzentag

Am 12.8.10 war es endlich soweit: Auf der Wildenburg unweit Kempfeld im Hunsrück eröffnete das neue Wildkatzenzentrum des Hunsrückvereins

[Link: www.hunsrueckverein.de ].

Dieses freudige Ereignis war Anlass für den Hunsrückverein, wieder einen Tag der Wildkatze zu veranstalten. Und dass man sich ganz besonders ins Zeug legt, wenn sich die Ministerin ankündigt, verstand sich von selbst. So gab es neben einer üppigen kulinarischen Verpflegung auch reichlich Informationen über die Region und den Wald, die örtliche Vereine und Institutionen oder beispielsweise Landesforsten präsentierten, und natürlich rund um die Wildkatze, wofür der Hunsrückverein selbst sowie die Projektpartner, BUND und GNOR, sorgten. Neben Schautafeln, Informations- und Büchertischen fand vor allem das Basteln von Wildkatzenmasken bei den kleinen Besuchern großen Anklang. Außerdem wurde ein Film über die Wildkatze gezeigt, den das Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht (LUWG) produziert hat.

Im Gegensatz zum ersten Tag der Wildkatze, der im Oktober des letzten Jahres stattfand und bei dem sich der Hunsrück Grau in Grau, feucht und ziemlich kühl präsentierte, meinte es Petrus dieses Mal besser mit den Wildkatzenfreunden. Nach einem wolkenverhangenen Start setzte sich zunehmend die Sonne durch und auch die Temperaturen waren angenehm, also genau richtig für eine derartige Veranstaltung.

Und so waren bereits etliche Besucher anwesend, als die Veranstaltung gegen 11 Uhr offiziell durch Klaus Görg, den Geschäftsführer des Hunsrückvereins, eröffnet wurde. Während der anschließenden Grußworte der Projektpartner füllten sich die Reihen zusehends. Zunächst übermittelte Ludwig Simon die Grüße des LUWG, und danach stellten der Landesgeschäftsführer des BUND Rheinland-Pfalz, Dr. Erwin Manz, und der Geschäftsführer der GNOR, Michael Schmolz, in ihren Grußworten die Aktivitäten der jeweiligen Verbände im Wildkatzenprojekt vor.

Der Höhepunkt des Tages war dann die eigentliche Eröffnung des Wildkatzenzentrums ab 14 Uhr durch Ministerin Margit Conrad, Andreas Manthe von der Sparda-Bank Südwest eG [Link: www.sparda-sw.de/kunst-und-kultur.php], und Thomas Auler, Vorsitzender des Hunsrückvereins. In ihrer Rede hob die Ministerin die Bedeutung von Rheinland-Pfalz bezüglich der Verbreitung des „kleinen Tigers“ in Deutschland hervor: Denn mit ermittelten ca. 1500-3000 Wildkatzen sind ein Großteil der deutschen Wildkatzen in hiesigen Wäldern beheimatet, weshalb Rheinland-Pfalz eine große Verantwortung für den Erhalt der Art in Deutschland trägt. Und deshalb stand der Besuch der Ministerin auf der Wildenburg auch unter dem Motto „Biologische Vielfalt an der Wildenburg – wir tragen Verantwortung für besondere Arten und Lebensräume“ - eine Referenz an das Jahr der Biodiversität. So stehe die Wildkatze stellvertretend für einen intakten Lebensraum.

Ministerin Margit Conrad bei der symbolischen Schlüsselübergabe an MdL Thomas Auler (Vorsitzender des Hunsrückvereins)

„Wer die Wildkatze schützt, schützt auch eine Vielzahl weiterer Arten, die vielleicht nicht so populär sind, aber auch unseres Schutzes bedürfen. Deswegen können wir die Wildkatze auch als Schirmart bezeichnen“, so die Ministerin. Außerdem dankte sie dem Sponsor, der Sparda-Bank Südwest eG, für seine umfangreiche finanzielle Unterstützung.

Andreas Manthe von der Sparda-Bank zeigte sich auch sehr beeindruckt, was auf der Wildenburg, aber auch sonst im Projekt, entstanden ist. „Ich bin überzeugt davon, dass hier etwas Nachhaltiges entstanden ist und wir unser Geld hier gut angelegt haben“, betonte Manthe.

Nach den offiziellen Reden fand die symbolische Schlüsselübergabe durch die Ministerin statt.

Anschließend besichtigte die Ministerin die Auffang- und Quarantänestation, das Schaugehege und die Auswilderungsstation und zeigte sich von dem Geleisteten sehr beeindruckt.

Einen schönen Abschluss des Tages bildete eine Exkursion in den Lebensraum der Wildkatze, bei der neben einer großen Schar Interessierter auch die Ministerin teilnahm. Eine ganze Reihe namhafter Experten referierten bei dem Rundgang über die verschiedensten Themen, angefangen natürlich bei der Wildkatze, aber auch über Biodiversität und Verantwortungsarten oder naturnahen Waldbau.

 



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