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Grünbrücke über die A 61

Ein Riesenerfolg für den Schutz der Wildkatze und anderer wandernder Tierarten Der langjährige Kampf des BUND für eine Grünbrücke über die A 61 hat sich gelohnt

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Kreisgruppe Rhein-Pfalz kämpft seit Jahren gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden und der Jägerschaft für eine Grünbrücke über die A 61 bei Schifferstadt. Nun kam aus Berlin und Mainz die Nachricht, dass die Grünbrücke im Zuge des Autobahnbaues realisiert werden wird. Eine sehr schöner Erfolg für die Bemühungen der NaturschützerInnen und eine erfreuliche Aussicht für den Biotopverbund!

Mehr Informationen auf der Homepage der BUND Kreisgruppe Rhein-Pfalz-Kreis

Verbindung Schifferstadter Wald zu Rheinauenwäldern

Mainz, 2010: Der Rhein-Pfalz Kreis ist ein völlig von Straßen zerschnittenes Gebiet. Zwei Gebiete, die für Wildkatzen geeignet sind und auch von ihnen besiedelt werden, werden zurzeit wirksam durch die Autobahn A61 und die vierspurige B9 getrennt: Auf der einen Seite ist das der Schifferstadter Wald mit angrenzendem Waldgebiet bis Neustadt und auf der anderen Seite die Rheinauen südlich Ludwigshafens. Verstärkt wird diese Situation durch eine weitgehend baum- und strauchlose Agrarlandschaft, die durch Flurbereinigung in den 1970er Jahren entstanden ist und die Wildkatzen von Wanderungen abhält. Deshalb konzentrieren sich die Akteure auf Vernetzungsaktivitäten in diesem Bereich.

 
Ende 2007 erstellten die BUND-Aktiven eine Karte mit einer Übersicht der Region, in der Korridore zur Verbindung von Wildkatzen-Gebieten und Lockstöcke zur Kontrolle der Bestände eingezeichnet sind. Die Karte bildet die Grundlage für Überlegungen, wie ein Korridor z.B. durch Kauf, Pacht oder Eignung von Flächen gebildet werden kann.

Bei der Beobachtung von Wildkatzen konnten zwar noch keine Ergebnisse mit Lockstöcken und Fotofallen erzielt werden. Dafür gibt es Wildkatzen-Beobachtungen von Jägern aus Schifferstadt und von Wildkatzenkennern aus Mittelbaden, die berichten, dass Wildkatzen auf der elsässischen Seite in den Rheinauen durchgehend vorhanden sind. Außerdem wurden im Rahmen eines Straßenbauprojektes 2008 rechtsrheinisch beim Baden-Airpark im Landkreis Rastatt (westliche der BAB 5) Wildkatzen nachgewiesen. Die durch die Forstliche Versuchsanstalt Freiburg koordinierte Erfassung mittels Lockstöcken im Schwarzwald, auch Raum Baden-Baden, brachte dagegen trotz der räumlichen Nähe (allerdings östlich der BAB 5) keine Ergebnisse. Offenbar funktioniert der Biotopverbund vom Pfälzer Wald/Nordvogesen an und über den Rhein. 

Um den Bestand von Wildkatzen im Gebiet zu fördern, wurden Wurfhöhlen zur geschützten Geburt von Wildkatzen aufgestellt, in denen bereits ein Mal die Aufzucht von Wildkatzenjungen beobachtet werden konnte.

 
Neben Beobachtung und Unterstützung von Wildkatzen sind die BUND-Akteure bereits mit dem Erwerb von Flächen befasst, die einen Teil des Wildtierkorridores bilden sollen.

Außerdem setzen sich die Akteure im Rahmen des geplanten Ausbaus der A61 für eine Grünbrücke ein, um so den Austausch von Tierpopulationen und somit die Artenvielfalt zu erhalten.

Ausstellung zur Notwendigkeit einer Grünbrücke über die A 61


Die Ausstellung zeigt am Beispiel der Wildkatze, einer europäischen Leitart des Naturschutzes, wie überlebenswichtig Verbindungskorridore  für viele Tier- und Pflanzenarten sind.

Seit diesem Jahr läuft die gemeinsame Aktion des BUND und des Jagdteams Schifferstadt für eine Grünbrücke über die A 61, unterstützt von der Stadt Schifferstadt.  Eine Grünbrücke ist die zentrale Maßnahme, um den Pfälzerwald mit den Rheinauen zwischen Ludwigshafen und Speyer zu verbinden.

Die Ausstellung ist bis zum 27. November 2009 während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung zu besichtigen.









In Rheinland-Pfalz wird das Projekt von der Stiftung Natur und Umwelt mit Geldern aus der LOTTO -Glücksspirale RLP co-finanziert.



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