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Pfälzerwald - Westwallbunker

Der gesamte Pfälzerwald ist ständiger Lebensraum der Wildkatze und kann mit einer geschätzten Population von ca. 200 bis 600 Tieren auch andere Gebiete mit Wildkatzenpopulationen unterstützen. Die bedeutendste Barriere innerhalb des Biosphärenreservates Pfälzerwald stellt aber die B10 zwischen Pirmasens und Landau dar. Hier fahren bis zu 25.000 Kraftfahrzeuge pro Tag und erschweren den Austausch von Wildpopulationen erheblich. Für Wildkatzen ist das Problem der B10 nicht ganz so drastisch wie zum Beispiel für den Luchs, da ca. 500 Tiere im Biosphärenreservat leben. Eine undurchlässige B10 würde die Population jedoch in kleinere Gruppen von deutlich unter 500 Tieren teilen, die für eine langfristig in voller genetischer Vielfalt überlebensfähige Population notwendig wären. Eine weitere deutliche Barriere neben der B10 ist die B39, die ebenfalls einen großen Teil des Biosphärenreservates durchschneidet und mit bis zu 17.000 Kraftfahrzeugen pro Tag befahren ist.
 

Die BUND Kreisgruppe Pirmasens engagiert sich seit circa vier Jahren intensiv zum Thema Wildkatze.

Bei der Frage nach dem Lebensraum der Wildkatze im Gebiet hat die Gruppe besonders die Westwallbunker ausgemacht, da es hier besonders viele Mäuse als Futterquelle gibt.
 

Zur Beobachtung der Wildkatze arbeitet die Gruppe weder mit Fotofallen noch mit Lockstöcken. Die Beobachtungen konzentrieren sich vielmehr auf Trittsiegel der Katzen, die sich im Sand um die Bunker abzeichnen, auf die Beobachtung der Mäuse, an deren Anzahl die Gruppe abliest, ob Katzen da waren, und auf die Beobachtung der Katzen selbst. Aus den Beobachtungen schließt die Gruppe auf zwei von der Wildkatze besetzte Reviere im Landkreis Südwestpfalz: Südlich vom Kettrichhof und das direkt daran angrenzende Revier. Im Gebiet um Johanniskreuz grenzen die Gebiete der BUND-Gruppen Pirmasens und Kaiserlautern an, so dass hier ein Lückenschluss der Wildkatzengebiete und –beobachtung stattfindet.









In Rheinland-Pfalz wird das Projekt von der Stiftung Natur und Umwelt mit Geldern aus der LOTTO -Glücksspirale RLP co-finanziert.



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